Donnerstags auf Youtube – Die Mazda-Garage: Doku statt Werbefilm

Keine Sorge: Es geht hier weniger um die Bewerbung einer Serie, als vielmehr um die Betrachtung eines spannenden Content-Formats – die Mazda-GarageWas verbirgt sich dahinter? Einer von nur 1.000 gebauten Mazda Cosmo Sport im erbärmlichen Zustand, eine Oldtimerrallye im Sommer 2017, eine lässige Location, bekannte Gesichter wie das von Det Müller aus dem Motorenmagazin „Grip“ sowie eine clevere, inhaltsgetriebene Vermarktungsidee.

In insgesamt 14 Folgen nutzt der Autohersteller Mazda die komplette Klaviatur zeitgemäßen Content-Marketings um den Zuschauern und möglichen Kunden die Geschichte hinter der Marke näher zu bringen. Im Detail stecken weitere Ziele laut Marketing-Direktor Dino Damiano dahinter: Vertrautheit schaffen, Neugierde wecken, Interaktion mit (potenziellen) Kunden vertiefen, Markenwerte transportieren. Des Weiteren fungiert die Webserie als Baustein im Hinblick auf das große 100-jährige Mazda-Jubiläum im Jahr 2020.

Die Geschichte dazu: Ein abgewrackter Mazda Cosmo Sport, der als nahezu aussichtloser Restaurationsfall nur knapp drei Monate später bei der 10. Auflage der Hamburg-Berlin Klassik an den Start gehen soll. Dazwischen liegen 14 Folgen, in denen Det Müller und seine Mitstreiter mit allen Kniffen des Schrauberhandwerks und bekannt lustigen Sprüchen den Mazda wieder auf Hochglanz bringen.

Wer Det Müller kennt, weiß um den großen Unterhaltungswert des Chefschraubers des Motorenmagazins Grip. Er passt mit seiner hemdsärmeligen Art auch wunderbar zum Format, das bewusst kein Werbefilm, sondern eine authentische Dokumentation sein soll.

Crossmediales Konzept der Mazda-Garage

Augenscheinlich neben dem noch relativ neuartigen Kommunikationsansatz ist insbesondere die crossmediale Idee, die sich hinter der Content-Kampagne verbirgt. Auf die Zielgruppe sowie das Format angepasst, liegt der Fokus der Kampagner auf dem Youtube-Kanal, der laut Dino Damiano im Kaufentscheidungsprozess immer wichtiger wird. Flankiert wird dieser von einer Präsenz im Umfeld des Motorenmagazins Grip sowohl im Fernsehen als auch auf dem Grip-Onlineportal, Präsenz auf den Social-Media-Kanälen der beiden Protagonisten Det Müller und Cyndie Allemann, Bewerbung durch weitere Influencer, Beiträge im Playboy sowie im Kundenmagazin „Mazda Motion“ und weitere eigene Kanäle wie bspw. eine eigene Microsite für Smart-TVs.

Dass Mazda mit diesem Ansatz voll den Zeitgeist trifft, zeigen ähnliche und erfolgreiche Formate wie bspw. die Sitcom „2 unvergleichliche Familien“ von Check24, die Webserie „Familie Heins“ der Telekom oder die beliebten, überzeichneten Webisodes von Penny mit Christian Ulmen. Selbstverständlich ist es teils schwierig, den direkten Einfluss dieser Formate auf den Unternehmenserfolg oder das Unternehmensimage zu messen. Dennoch zeigt das Beispiel der von der Telekom ins Rennen geschickten Familie Heins, was derartige Formate bei der Zielgruppe mit bewirken können: Ein Jahr nach Sendungsstart gehört die Telekom für mehr Menschen zur engeren Wahl im Vergleich zur Zeit davor und schneidet deutschlandweit besser ab, als alle anderen Marken in der Kategorie Telekommunikation. Ein Indiz dafür, dass auch die Familie Heins auf Kunden-Entscheidungen zugunsten der Telekom einzahlt.

 

Mein Gedanke zum Mazda-Ansatz

Ein tolles Format, darüber hinaus gut umgesetzt und ideal, um gewisse Markenbotschaften zu transportieren.

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