Machbar oder müßig: Ist Content Marketing auch mit kleinem Geldbeutel möglich?

Insbesondere den Fußball-Begeisterten unter uns dürften die – in meinen Augen sehr gut gemachten – Content Marketing Spots mit Jürgen Klopp als Repräsentant der Volks- und Raiffeisenbanken oder das etwas jüngere Beispiel mit Bastian Schweinsteiger als Markenbotschafter von Beats by Dre wohlbekannt sein. Ehrlicherweise haben aber lediglich die allerwenigsten unserer Kunden Budgets zur Verfügung, mit denen sich bspw. ein Bastian Schweinsteiger als Werbefigur gewinnen lässt.

Und so mündet die Vorstellung dieser Best Practices bei Lenkern und Marketingverantwortlichen von Start-Ups oder KMUs berechtigterweise zumeist direkt in die Diskussion, ob gutes Content Marketing denn auch mit kleinem Geldbeutel möglich ist. Wir von CONTUR beantworten diese Frage mit einem eindeutigen Ja!

Klopp_Raiffeisenbanken     Schweinsteiger_Beats by Dre

Es gibt auf dem weltweiten Werbemarkt eine Reihe von Unternehmen, die mit sehr viel Geld und hohem Werbedruck versuchen Markenbekanntheit und Begehrlichkeit zu erzeugen. Alle anderen, die nicht zur vorgenannten Gruppe der Big Player gehören schauen vermeintlich in die Röhre und können zusehen, wie ihnen zunehmend die Felle davon schwimmen.

Nicht ganz! Den Kopf angesichts einer vermeintlichen Übermacht der Großen, in den Sand zu stecken zählt für uns Marketer nicht. CONTUR vertritt die klare Meinung, dass effiziente Kommunikation nicht teuer sein muss. Denn teure Marketingkampagnen sind das Eine, gute Inhalte das Andere. Insbesondere KMUs und Start-Ups müssen angesichts kleinerer Budgets in ihrer Kommunikation konsequent andere Wege gehen. Die Devise lautet dabei: Kommunikation mit guten, sinnvollen, beratenden, informierenden oder unterhaltenden Inhalten mit einem klaren Fokus auf eigene Medien. Eigene Medien können hierbei Social-Media-Kanäle, die Firmenwebseite, ein Unternehmensblog, Bewegtbildsequenzen, aber auch klassische Printprodukte wie beispielsweise ein Kundenmagazin oder eine Imagebroschüre sein – allesamt Kanäle, deren Bespielen grundsätzlich nicht teuer sein muss. Entscheidend sind hierbei vor allem die „richtigen“ Inhalte, d.h. richtig im Sinne von für die Zielgruppe relevant.

Das Internet – allen voran die weltweit meistgenutzte Suchmaschine Google – belohnen gute Inhalte. So werden heutzutage nach der Änderung seines Algorithmus nur mehr diejenigen Unternehmen mit einer guten Platzierung durch Google belohnt, die mit einer hohen Klick- und Verlinkungsrate – generiert durch gute Inhalte – aufwarten können. Der relevante Content kann dabei allerdings nur durch eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Zielgruppe generiert werden. Wichtig: Glaubwürdigkeit und damit einhergehende Integrität. D.h. gute Geschichten – und diese finden sich in jedem Unternehmen – dürfen niemals bspw. durch eine Agentur von außen aufprojeziert werden, sondern müssen stets aus dem Unternehmen selbst kommen.

Ohne die Werbetrommel für bestimmte Unternehmen rühren zu wollen, fallen mir spontan zwei jüngst von mir entdeckte Beispiele ein, die mit wirklich sehr geringen Mitteln in ihrer Kommunikation durch entsprechende Inhalte Großes schaffen. Die Beispiele sind selbstverständlich nicht repräsentativ und mir insbesondere aufgrund meiner Passion für „gutes Essen“ und nachhaltigen Konsum im Kopf geblieben, veranschaulichen aber eines ganz klar: Wer sich konsequent an den Interessen und Bedürfnissen seiner Zielgruppe mit seiner Kommunikation orientiert, wird auch vom Konsumenten belohnt.

Eines dieser Beispiele ist die Metzgerei „Kumpel & Keule“ aus Berlin, die Wurst- und Fleischwaren aus wirklich nachhaltiger und biologischer Erzeugung vertreibt und die Tiere unter Verwendung aller Bestandteile verarbeitet. Während herkömmliche Metzgereien vornehmlich rein über ihre Produkte kommunizieren, hat es sich „Kumpel & Keule“ zu eigen gemacht, rund um das Thema Fleisch eine ganze Lebenswelt mit Inhalten wie Metzgerhandwerk und nachhaltigem, regionalem Konsum sowie Erzeugung und Essensvorschlägen zu kreieren. Diese Lebenswelt wird nahezu ausschließlich über den eigenen Social Media Auftritt unter Einbindung von Bildmaterial, Berichten, Interviews und Bewegtbild kommuniziert. Positiver Nebeneffekt: Nicht zuletzt durch diese Form der Kommunikation – selbstverständlich auch aufgrund des tendenziell einzigartigen Geschäftskonzepts – findet die Metzgerei große Beachtung in der medialen Berichterstattung.

Kumpel und Keule

Ein weiteres Beispiel ist der ebenfalls aus Berlin stammende Supermarkt „Original Unverpackt“, der unverpackte Lebensmittel verkauft. Die Kommunikation läuft auch hier vornehmlich über eigene Medien wie die eigene Webseite, Präsenzen auf Facebook, Twitter und Instagram sowie über einen eigenen Unternehmensfilm. Ausgespielt werden wiederum sehr stark an der Zielgruppe orientierte Inhalte, in denen Aufklärung betrieben, über globale Müllprobleme informiert oder Verbrauchertipps gegeben werden.

Original Unverpackt

Die Kommunikation vorgenannter Unternehmen geht sogar so weit, dass potenzielle Wettbewerber in der eigenen Kommunikation Beachtung finden – eben weil für die Zielgruppe potenziell auch relevant.

Fazit: Es bedarf keines Bastian Schweinsteigers oder Jürgen Klopps, um sich in den Köpfen der Zielgruppe verankern und Relevanz gewinnen zu können. Alles dreht sich um Inhalt, der unserer Zielgruppe einen klaren Mehrwert liefert – und der sich auch mit vergleichsweise kleinem Geldbeutel realisieren lässt.

 

Headerbild: Tom Saga

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